+ seltene Perlbohne +++ Western Ghats +++ gewaschener Arabica +++ Filter & Siebträger +++ eine andere Seite Indiens ++

Indien Perlbohne

Indien Perlbohne

330 g / Ganze Bohne
13,70 €
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Indien Perlbohne

Indien Perlbohne

13,70 € Stückpreis 41,52 €/kg
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Gewicht
Mahlgrad

100 % Arabica Perlbohne aus Indien – schokoladig mit feiner Zitrusfrucht und einer leicht malzigen Süße, die an Rohrohrzucker denken lässt. Der Eindruck bleibt angenehm lange am Gaumen. Süß, klar und anhaltend.


Wirkung: ausgewogen · Körper: mittel · Säure: weich · Profil: schokoladig · süß

Mein Tipp aus dem Röstorium

Perlbohnen sind keine eigene Kaffeesorte. Normalerweise wachsen in einer Kaffeekirsche zwei Samen, die mit ihren flachen Seiten zueinander liegen. Manchmal entwickelt sich jedoch nur einer – und wächst rundlich zur sogenannten Perlbohne heran. Für mich als Röster besonders spannend, weil mir ihre kompaktere Form mehr Spielraum bei der Temperaturführung der Röstkurve gibt.

Zubereitung

Empfehlung: Filter
Ratio etwa 1:16 (~ 60 g Kaffee pro Liter), ca. 3 Minuten Brühzeit, mit bewusst niedriger Wassertemperatur (ca. 80 °C).

Alternativ auch als Espresso möglich.

Werkzeug: Hario V60.

In ähnlicher Richtung

Busy Donkey - Schokolade und Süße verbinden beide Kaffees. Beim 'Busy' verschiebt sich das Profil stärker ins Nussige.

Als bewusster Kontrast

Beim Peru El Morito verschiebt sich das Profil in eine andere Richtung. Florale und fruchtige Eindrücke treten stärker hervor, begleitet von Zartbitterschokolade.

Pflichtangaben (LMIV)

Bezeichnung: Röstkaffee (ganze Bohne oder gemahlen)
Zutaten: 100 % Röstkaffee
Nettofüllmenge: gemäß Produktauswahl
Aufbewahrung: Licht- und luftgeschützt sowie trocken lagern.
Lebensmittelunternehmer: Detlef Klees - Dr. Kaffees Röstorium, Wilhelm-Ostwald-Str. 80, 53721 Siegburg

Herkunft

Das Huvinakadu Estate liegt bei Kutta in Coorg, im südindischen Bundesstaat Karnataka. Kaffee wird hier bereits seit mindestens Anfang des 20. Jahrhunderts angebaut. Die Plantage liegt in den Western Ghats, einer Landschaft aus Waldgebieten, Kaffeeplantagen und landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Genau diese Lage hat zwei Seiten. Huvinakadu befindet sich im Begur–Brahmagiri-Korridor, über den Asiatische Elefanten zwischen großen Wald- und Schutzgebieten wandern. Kaffeeplantagen können dabei Teil dieser grünen Landschaft sein – zugleich führen Landwirtschaft, Straßen, Zäune und Gräben immer wieder zu Konflikten zwischen Menschen und Elefanten. Untersuchungen aus Kodagu zeigen, dass einfache technische Barrieren das Problem allein nicht lösen.

Deshalb geht der Ansatz heute weiter: Wanderkorridore sollen freigehalten und rechtlich gesichert, problematische Barrieren entfernt und besonders wichtige Flächen dauerhaft für die Elefantenbewegung erhalten werden. Für Huvinakadu und das benachbarte Faith Estate wurden dafür rund 375 Acres identifiziert. Ergänzend werden in der Region Frühwarnsysteme entwickelt, die Menschen rechtzeitig über Elefanten in ihrer Nähe informieren.

Röstung & Fakten

Röstgrad: xxx (ganze Bohne/gemahlen)
Arabica Sortierung: Plantation PB
Aufbereitung: gewaschen
Anbauhöhe: ca. 900 – 1.000 m ü.NN
Erzeuger: Huvinakadu Estate, Kutta


Kaffee im Herkunftsland

Indischer Kaffee unterscheidet sich schon im Anbau von vielen anderen Ländern. Traditionell wächst er nicht auf offenen Flächen, sondern unter einem dichten, mehrstufigen Blätterdach. Zwischen den Kaffeepflanzen stehen zahlreiche Schattenbäume, häufig ergänzt durch Pfeffer, Kardamom, Orangen oder Bananen. Diese Form des Anbaus schützt Boden und Pflanzen und macht Kaffee zu einem Teil einer vielfältig genutzten Kulturlandschaft.

Das Zentrum des indischen Kaffeeanbaus liegt in den Western Ghats im Süden des Landes. Karnataka allein erzeugt heute rund zwei Drittel der indischen Ernte. Dabei spielt Robusta eine deutlich größere Rolle als Arabica: Für die Ernte 2025/26 weist das Coffee Board landesweit rund 262.000 Tonnen Robusta gegenüber 111.000 Tonnen Arabica aus.

Kaffee wird in Indien seit Jahrhunderten angebaut, blieb aber stark auf den Süden konzentriert. Bis heute ist er vor allem ein Exportprodukt: Rund 65 bis 70 Prozent der Ernte verlassen das Land. Eine Besonderheit entstand sogar aus diesem Exportweg – der Monsooned Coffee, dessen historische Vorbilder während der langen Seereise nach Europa Feuchtigkeit aufnahmen. Heute wird dieser Effekt gezielt an der indischen Westküste nachgebildet.